Vakuumsinteröfen (MIM)

Der Entbinderungsofen EBO wurde speziell entwickelt, um die strengen Anforderungen des katalytischen Entbinderns zu erfüllen.

Er ist damit eine ideale Lösung zur Entbinderung von Formkörpern hergestellt aus BASF Catamold® Feedstock. Der EBO verfügt über ein nutzbares Volumen von 120 Liter und erreicht eine eine Maximaltemperatur von 150°C. Der rechteckförmige nutzbare Raum ist 400 mm x 400 mm x 700 mm groß.

Das Metallpulverspritzgussverfahren (MIM: metal injection moulding) oder das Keramikpulverspritzgussverfahren (CIM: ceramic injection moulding) sind wachsende moderne Fertigungstechnologien. MIM und CIM Fertigungsprozesse umfassen 4 Schritte: Herstellung des Feedstocks, also Vermischen des keramischen oder metallischen Pulvers mit dem Binder, Bildung eines Formkörpers (Grünkörper) durch Einbringen in die gewünschte Form, Entbindern und schließlich Sintern.

Entbindern ist der anspruchsvollste Schritt dieses Prozesses. Das Entbindern des Catamold® Grünkörpers wird katalytisch mit Salpetersäure durchgeführt. Dieser Prozess benötigt eine präzise Kontrolle des Temperaturprofils und des Gasdrucks.

Der Bediener kann beim Entbinderungsofen EBO zwischen einer festgesetzten Zeit und einem vollautomatischen System wählen. Das automatische System detektiert das Ende des Entbinderungsprozesses und steuert somit den gesamten Prozess. Automatische CIM Anwendungen beschränken sich auf eine Probenwandstärke von ungefähr 4-5 mm.

 

 

Die PDS-Modelle sind mit einem Nutzvolumen von 25, 120 und 250 l verfügbar. Mit der besonderen Konstruktion und Gasführung im PDS ist es möglich, in einem Ofen sowohl zu Entbindern als auch zu Sintern.

Die im PDS eingebaute Retorte und die dadurch mögliche Gasführung schützen die Heizelemente vor Verunreinigungen während des Entbinderungschrittes. Die Retorte besteht aus Molybdän, ebenso die Heizelemente und die Strahlungsschilde. Das System ist von einem doppelwandigen, wassergekühlten Vakuumkessel umgeben, der eine kühle Außenhülle gewährleistet. Eine Kondensation des Binders im Gasauslasssystem wird durch Beheizung der Rohre zum Nachbrenner verhindert.

Das Entbindern wird gewöhnlich unter leichtem Überdruck im Ofen durchgeführt, auf Anfrage ist jedoch Partialdruck ebenfalls möglich. In diesem Fall wird eine spezielle Frischölpumpe an das System angeschlossen, welche den Binder aus dem Ofen heraus zum Nachbrenner pumpt. Nach dem Entbinderungsschritt ist es möglich, die Temperatur bis maximal 1450 °C zum Sintern zu erhöhen. Während dem Sintern kann ein Vakuum, ein Partialdruck oder ein leichter Überdruck erzeugt werden.

Das System wird vollautomatisch betrieben. Die vollautomatische sicherheitsgerichtete SPS ermöglicht den Betrieb an reinem Wasserstoff ab Raumtemperatur. Die Visualisierung und die Bedienung erfolgen über ein Touch-Panel.

 

 

Vakuum-Druck-Sinteranlage (200 bar)

  • Entbindern von Hartmetall mit H2 bis max. 850°C, in gerichteter Strömung in eine thermische Nachverbrennungsanlage
  • Gasdrucksintern bei 1600°C und einem Druck von 190 bar in Schutzgas-Atmosphäre
  • integriertes innenliegendes Schnellkühlsystem
  • Temperaturkonstanz ±5 K
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